Impulse

15.09.2019 / 38

Die Deutschen sind gelassener geworden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie der R+V Versicherung über die größten Ängste der Deutschen für dieses Jahr. Der Angst-Index liegt auf einem tieferen Niveau als in den letzten 25 Jahren. Wie aussagekräftig diese Untersuchung letztlich ist, kann ich nicht sagen. Die Sorgen allerdings, die dabei zur Sprache kommen, sind durchaus bedenkenswert, seien es die Fragen bezüglich der Integration von Flüchtlingen, seien es die Probleme am Wohnungsmarkt oder die Angst vor den Folgen des Klimawandels. Auch die Angst vor Krankheit, vor dem Zerbrechen der Partnerschaft oder vor Schadstoffen in den Lebensmitteln haben ganz konkrete Ursachen.

In manchen dieser Besorgnisse kann auch ich mich wiederfinden. Ich möchte aber nicht auf einzelne Ängste eingehen, sondern einfach die Angst, die Sorge um das, was zukünftig geschehen könnte, in den Blick nehmen. Dabei liegt mir nicht daran, unsere Ängste klein zu reden oder nicht ernst zu nehmen. Was bei einem ungebremsten Klimawandel passieren kann, deutet sich jetzt schon an, und es ist keine Kleinigkeit. Wie schmal der Grat zwischen Gesundheit und Krankheit ist, das erlebe ich fast täglich am Krankenbett, und dass der Tod unserem Leben eine Grenze setzt, gehört unaufhebbar zu unserem Dasein.

Denke ich an die Zukunft, dann kann ich auch als gläubiger Christ bei vielen Bedrohungen nicht einfach sagen: Gott wird das schon richten. Es ist an uns zu handeln – auch im Bewusstsein, dass die Erde und andere Menschen uns anvertraut sind. Es bringt nicht weiter, sich vor dem Klimawandel zu fürchten, aber nichts zu ändern. Es bringt nicht weiter, auf die Bedenken über die Zahl der Flüchtlinge nur damit zu antworten, die Grenzen möglichst hermetisch zu verschließen. Das Bemühen um Integration der Menschen auf der Suche nach einer neuen Heimat bleibt uns nicht erspart. Es bringt nicht weiter, Krankheit oder einen frühen Tod zu fürchten, aber weiter einen krank machenden Lebensstil zu pflegen.

Doch für mich verändert sich im Glauben etwas Grundlegendes. Weil ich darauf vertraue, dass Gott alle Wege mit mir geht, gebe ich der Angst keine Macht über mich. Weil ich darauf vertraue, dass Gott mich nie allein lässt, kann ich gelassen in die Zukunft blicken, auch wenn am Horizont drohende Wolken heraufziehen. Weil ich darauf vertraue, dass Gott mir auch in Herausforderungen beisteht, kann ich die notwendigen Schritte tun. Es mag mir Manches nicht erspart bleiben, ich kann es annehmen mit Gott an meiner Seite, und nie kann ich tiefer fallen als in Gottes Hände, auch nicht im Tod.

Was die Zukunft im Einzelnen bringen mag, kann ich nicht wissen, allenfalls mehr oder weniger begründet spekulieren. Ganz sicher bin ich mir jedoch in einem Punkt: Gott wird alles zu einem guten Ende führen. Alle Wege führen vielleicht nicht nach Rom, aber bestimmt in das Reich Gottes. Warum die Deutschen in diesem Jahr gelassener sind, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ich deshalb gelassen bleiben kann, weil ich mich bei Gott gut aufgehoben weiß.

Kaplan Andreas Schmid

25.11.2018 / 48

„Komm doch endlich zur Besinnung“, so wünschen wir uns das manchmal für Menschen, um die wir uns ehrliche und ernsthafte Sorgen machen. Vielleicht weil wir spüren, dass es uns gut tut, wenn der eigentliche Sinn für das Leben abhanden gekommen ist. Der Advent ist eine jährliche und ernstzunehmende Einladung an den Menschen, nach getaner Arbeit im Verlauf des Jahres, jetzt, in der dunklen Jahreszeit, wieder bei sich anzukommen und sich zu besinnen: Verläuft das eigene Leben noch in guten Bahnen oder ist es gar aus den Fugen geraten? Die dunkle Jahreszeit schafft dazu ein wunderbares Ambiente. Denn jetzt sind wir konfrontiert mit dem, was sich vielleicht unangenehm anfühlt: Begrenzte und mangelnde Sicht, Absterben der Natur, Kälte, Rückzug, Erkältung mit Bettruhe u.v.m.. Es ist eine jahrtausendealte Erfahrung der Menschheit, die sich in etlichen Texten der Bibel wiederfindet: Wo der Mensch den Dunkelheiten und Begrenzungen des Lebens ausweichen will und sich verliert in den Alltagsgeschäften, da wird er irgendwann kläglich scheitern und untergehen (z.B. Lk 12, 13ff). Wo er sich dem aber stellt, da überwindet er die Grenzen des irdischen und bricht durch zum wahren Menschsein. Genau in die dunkle und begrenzte Jahreszeit bricht die Geburt von Gott. Kein Wunder, denn damit zeigt er auf gigantische Weise, dass unsere Dunkelheiten und auch unsere begrenzten Sichtweisen eben nicht das letzte Wort haben!

Wir laden im Advent an jedem Abend ein zur Besinnung. In St. Albert zum Lebendigen Adventskalender. Dazu gibt es einen eigenen Flyer im Pfarrbrief. Und in St. Johann finden Sie vom 30. November bis 20. Dezember jeden Abend (außer montags) von 18 – 20 Uhr weit geöffnete Kirchentüren, die einladen zum Rückzug in die Kirche und zur Besinnung in wunderbarem Ambiente. Kommen Sie zur Oase im Advent.

07.07.2019 / 28

„Benzinstand gering!“ Mit dieser Anzeige werde ich bei meinem Auto darauf aufmerksam gemacht, dass besagter Kraftstoff, welcher für den Betrieb unserer Fahrzeuge nun mal unablässig ist, langsam zu Neige geht. Sicherlich kennen Sie in Ihren eigenen Pkws ähnliche Funktionen. Nun ist mir in letzter Zeit ein Umstand aufgefallen, welchem ich bisher noch keine große Beachtung geschenkt habe, welchen ich aber auch im übertragenen Sinne für äußerst interessant erachte.

Es handelt sich dabei um jene Tatsache, nach welcher ich zu Beginn eingangs genannter Meldung diese durch einen entsprechenden Tastendruck am Armaturenbrett quittieren kann und sie dann nicht mehr zu sehen ist. Ich bin quasi in der Lage, die Meldung „auszublenden“. Aber nur für eine bestimmte Zeit! Irgendwann, wenn ich die Anzeige einfach ständig ignoriere und keine Tankstelle aufsuche, beginnt diese zu blinken und lässt sich auch nicht mehr einfach „weg drücken“. Damit möchte mir mein Auto nun endgültig klar machen, dass ich jetzt unbedingt Kraftstoff nachfüllen sollte, da sonst ernsthaft die Gefahr besteht, auf der Strecke im wahrsten Sinne des Wortes liegen zu bleiben und die Fahrt damit abrupt zu Ende ist. Und hier sehe ich Parallelen zu manch einer Situation in unserem Alltagsleben. Geht es uns manchmal nicht auch so, dass wir gewisse Hinweise erhalten oder spüren und diese einfach ignorieren und nicht beachten? Dies kann in den unterschiedlichsten Situationen wie Beruf, Ehrenamt, Freizeit aber auch Familie geschehen. Vielleicht blickt da auch die Anzeige auf: „Benzinstand bzw. dann allgemein gesprochen: Energiestand gering!“ Aber anstatt uns zu bemühen, die nächste Energiequelle aufzusuchen oder uns die nötige Ruhepause zu gönnen, drücken wir im übertragenen Sinne derartige Meldungen einfach weg. Bis es eben nicht mehr geht und wir uns irgendwann kurz vor dem endgültigen Leerstand befinden. Dann können wir nur hoffen, dass es uns noch gelingt, die rettenden „Tankstellen“ des Lebens zu erreichen, bevor wir auf der Strecke liegen bleiben. Darum ist es immer ratsamer, Hinweise die unsere körperliche und geistige Verfassung betreffen eben nicht zu ignorieren und rechtzeitig zu befolgen. In diesem Sinne: Eine stets gute und unfallfreie Fahrt auf den Straßen des Lebens!

Kaplan Bernd Udo Rochna

11.11.2018 / 46

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross das trug ihn fort geschwind …“ jeder kennt dieses Lied seit Kindertagen, auch die, die mit Glaube und Kirche nichts am Hut haben.
Und was fällt uns ein zu Sankt Martin, was wissen wir von ihm?! Natürlich ist es diese Begebenheit vor einer Stadt, wo er als Soldat des röm. Heeres die Begegnung mit dem Obdachlosen hat und seinen Mantel mit ihm teilt; im nächtlichen Traum erkennt er Jesus in diesem Bettler; es folgt seine Taufe.
Im Mittelpunkt des Martinsfestes steht die Mantelteilung, und weil es so schön ist, uns anrührt und an diesem Tag meistens kalt ist, gibt’s anschließend noch einen Punsch und eine Martinsbrezel. Jeder bekommt eine, und wenn jeder eine bekommt, ist es schon vorbei mit dem Teilen.

Ist das Teilen den die einzige Botschaft dieses Menschen, und haben wir diesen Heiligen nicht reduziert auf das Teilen? Ist es überhaupt möglich, alles zu teilen und wollten wir das wirklich? Wer von uns würde tatsächlich die Schulden eines anderen mit ihm teilen wollen, eine Krankheit oder wirklich tiefgehende Probleme?

Schauen wir auf den ganzen Martin, nicht „nur“ ein bisschen Martin, nicht „nur“ die Begebenheit vor den Toren. Was im Leben dieses Menschen mächtig ist, ist nicht das Teilen, sondern seine Beziehung zu Christus: „Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer schwingt, so betete Martinus ohne Unterbrechung, auch wenn er scheinbar etwas anderes tat …“ (Suplicius Severus)

Es geht um den ganzen Martin! Dann wird aus dem Teilen mehr als ein frommes Spiel. Dann bekommen wir den Blick des Heiligen, der in jedem Notleidenden, den Ruf von Jesus vernahm, weil er in ihm Jesus selbst sah. Dann teilen wir – wenn überhaupt – nicht nur am Martinstag. Und wir erkennen die Not der Menschen, nicht nur der Fernen in Form von Spenden. Als Martin starb, so ist von Suplicius Severus überliefert, soll er hinter einer Säule in seinem Kloster den Teufel gesehen haben; und er soll ihm zugerufen haben: „An mir wirst du nichts finden, du Finsterer.“
„Sankt Martin, Sankt Martin, ritt durch Schnee und Wind, …“ Nicht nur ein bisschen Martin – ganz!

Pfarrer Markus Mattes

14.07.2019 / 29

In diesen Wochen müssen wieder viele Menschen Abschied nehmen. Abschied nehmen die Schüler nach bestandenen Prüfungen von ihrer Schule und ihren Mitschülern, manche wechseln die Schule nach den Ferien, in Betrieben wechseln die Mitarbeiter, in den Einrichtungen gehen die Leiter, täglich beerdigen wir Menschen auf unseren Friedhöfen,…
Abschied tut oft weh …. und er verunsichert auch oft, weil Liebgewonnenes zurückgelassen werden muss und die Zukunft noch ungewiss ist. Abschied fordert heraus, denn Loslassen ist eine Kunst des Lebens.
Abschied hat aber auch etwas Befreiendes. Denn manche Last des Alltags fällt ab und hat das Potenzial zum Durchatmen.
Das Leben ist nicht dazu da im Alten zu verharren. Es ist sogar regelrecht auf Veränderung angelegt. Denken wir nur an Lot, der mit Abraham, ihren Frauen und der Sippe, aus seinem Land wegzieht. Gott befiehlt Lot beim Auszug aus Sodom sogar nur nach vorne, und nicht zurückzuschauen. Als seine Frau doch einen Blick zurückwagt erstarrt sie zur Salzsäule. Die Erzählung im Buch Genesis erzählt Wichtiges für unser Leben: Es ist notwendig, dass wir nach vorne schauen, nicht im Alten verharren, nicht festhalten wollen, denn sonst erstarren wir im Leben. Das heißt, wir entwickeln uns nicht weiter, erleben und erfahren nicht das, was uns Gott eigentlich schenken möchte: das Leben in Fülle.

Erfahrungen, Wege, Weitergehen, sich auf Neues einlassen und sich dem Neuen stellen, erfordert einerseits Mut, und gleichzeitig sagt Gott kontinuierlich zu, dass die Zukunft gesegnet sein wird und Angst keine Rolle spielen soll. Junge Menschen gehen meist noch sehr mutig in die Zukunft, sind offen, wollen ausprobieren, Neues erleben. Aber wie sieht es später aus? Wie flexibel bleiben wir beim Älterwerden? Immer wieder sagen mir Menschen ab vierzig, dass sie gerne etwas anderes machen würden, aber ihnen fehle der Mut zur Veränderung. Wozu halten wir fest am Gewohnten? Weil es Sicherheit bietet und weil die Liebe uns hält. Die Liebe zu dem, was wir erleben durften und was uns im Herzen reich gemacht hat. Eine Eigenschaft des Abschieds ist, dass wir vor allem das Positive dessen sehen was war und sich die negativen Dinge im Nebel verflüchtigen.

Der Reichtum bleibt, denn was im Herzen ist, geht nicht verloren. Aus diesem Reichtum heraus bauen wir unsere Zukunft. Aber es bleibt immer auch der Ruf nach vorne zu schauen, sich zu verändern und nach dem zu greifen, was vor uns liegt.
Abraham kam durch seinen Mut zu Neuem immer mehr hinein in die Lebensfülle. Das Leben wurde zum Abenteuer und er durfte Seiten an sich entdecken, die er bisher noch gar nicht kannte.
Kein Mensch ist mehr vor Langeweile gefeit als der Mensch, der biblisch lebt und sich in das Abenteuer Leben hineinwagt.
Jesus stellt den Menschen zeitlebens viele Fragen:
– Was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber zuletzt sein Leben verliert?
– Was suchst du?
– Willst du gesund werden?
– Warum habt ihr solche Angst?
Leider wohnt die Angst in so vielen Menschen. Sie hindert uns vorbildlich daran, mutig zu sein und zu vertrauen. Die Angst macht im Augenblick einen guten Job in dieser Welt. Das müssen wir uns bewusst machen. Und gleichzeitig bleibt uns die Zusage Gottes: „Sieh, ich zeige dir neues Land. Ich will sich segnen.“ (Genesis 1)

 

Ilona Thalhofer, Gemeindereferentin

06.10.2019 / 41

Vor kurzem durfte ich wieder einmal einer lebhaft geführten Diskussion beiwohnen, bei welcher die zentrale Frage behandelt wurde, warum immer weniger Gläubige den Gottesdienst besuchen und warum unsere Kirchen dadurch immer leerer werden? Neben den bekannten Argumenten wie Zölibat und dessen Aufhebung bis hin zur Zulassung von Frauen für Weiheämter wurde auch jene Ansicht geäußert, nach welcher der Grund für die eben angesprochene Misere in dem Umstand zu finden sei, dass es den Menschen vor allem bei uns hier in Deutschland einfach zu gut ginge. Wer materiell bestens abgesichert ist, brauche eben auch keinen Herrgott mehr.
Diese Meinung stieß bei den übrigen Diskussionsteilnehmern nach einigem hin und her mehrheitlich auf breite Zustimmung. Und in der Tat klingt sie ja auch auf den ersten Blick durchwegs plausibel und nachvollziehbar. Bestärkend wirkt in diesem Zusammenhang dann auch noch jenes Argument, dass die Menschen zu früheren Zeiten, in welchen noch kein so ausgeprägter Wohlstand geherrscht habe, doch viel mehr die Gotteshäuser aufgesucht hätten. Hier darf jedoch gleich einmal angemerkt werden, dass die Gründe für den Besuch der Heiligen Messe früher häufig nicht primär in einer tiefen Gottesbeziehung lagen, sondern eher im gesellschaftlichen Druck seitens der sozialen Umwelt zu finden sind. Aber natürlich wird es auch damals wie auch übrigens heute ganz viele Menschen geben, welche gerade in Notzeiten um göttlichen Beistand bitten und dies ist ja auch mehr wie legitim und zulässig. Nach einer der wohl zentralsten Aussage unseres christlichen Glaubens betreffend, handelt es sich ja bei Gott um einen liebenden und damit auch helfenden Vater. Trotzdem möchte ich das anfangs zitierte Argument, welches den einzigen Grund für eine schwindende Gottesbeziehung in materiellem Wohlstand begründet sieht, durchaus kritisch bewerten. In diesem Zusammenhang sei doch zunächst die Frage erlaubt, ob es den Menschen in unserer Zeit wirklich ganzheitlich besser geht? Meiner Auffassung nach gehört zu einem guten Wohlbefinden vor allem auch der Zustand der Zufriedenheit und des inneren Gleichgewichts. Und dies ist doch wohl bei vielen unserer Zeitgenossen eher nicht der Fall. Wie viele Menschen gerade in unserem Land vermitteln durch ihre Lebensweise den Eindruck von ständiger Hektik und Getriebenheit? Und dann kann doch wohl nicht von einem ganzheitlichen Wohlbefinden gesprochen werden. Hier müsse man dann im Umkehrschluss wohl eher davon ausgehen, dass diese Menschen sprichwörtlich und gefühlt wohl gar keine Zeit für Gott zu haben scheinen. Könnte der permanente Zeitdruck, welchem wir uns ja meistens selbst aussetzen, der wahre Grund dafür sein, dass die liturgischen Angebote immer weniger wahrgenommen werden? Ein Mensch, welcher wirklich mit sich im Reinen ist und welchem es demnach im eigentlichen Verständnis gut geht, müsste doch gerade sehr verstärkt darauf achten, dass er sich immer wieder auch die nötigen Ruhepausen in körperlicher, aber auch vor allem geistiger Hinsicht zukommen lässt. Und wo findet man diese Erholung wohl besser als in der direkten Hinwendung zu Gott in den unterschiedlichsten Formen, welche unser Glaube bietet? Somit komme ich zu folgenden Schluss: Wenn es allen wirklich im wahren Sinne gut geht, dann wären unsere Kirchen auch…gut gefüllt.

Pfarradministrator Bernd Udo Rochna

20.10.2019 / 43

Aufbruch und Neubeginn

Aufbrechen. Etwas Neues anpacken. Einen Neustart wagen. Irgendwann kommen sie, die Punkte im Leben, an denen wir diesen Schritt gehen müssen. Sei es weil ihn die Situation oder die äußeren Umstände nötig machen oder auch, weil man ganz bewusst etwas Neues angehen und gestalten möchte.

Es gibt die großen Auf- und Umbrüche des Lebens, die Wegmarken, an denen wir weitreichende Entscheidungen treffen müssen. Und es gibt die eher unspektakulären Aufbrüche, die wir nahezu jeden Tag tun, die deshalb jedoch nicht weniger bedeutsam sind. Es beginnt schon mit dem allmorgendlichen Aufbruch aus dem Bett und der damit verbundenen Frage, wie ich den neuen Tag gestalten will – zum eigenen Wohl und zum Wohl meiner Mitmenschen. Und da sind die täglichen Aufbrüche und Neustarts aus den unterschiedlichsten Situationen: nach einem Konflikt, nach Zeiten der Unruhe oder der Antriebslosigkeit, nach Phasen des Abwägens und Überlegens, …

Bei all den Unsicherheiten, die Aufbrüche und Neuanfänge mit sich bringen, dürfen wir uns begleitet, gehalten und geführt wissen von Gott, den schon Abraham als den Gott des Aufbruchs erlebte.

Gott des Aufbruchs, segne mich,
wenn ich dein Rufen vernehme,
wenn deine Stimme lockt,
wenn dein Geist mich bewegt zu Aufbruch und Neubeginn.
Gott des Aufbruchs, leuchte auf meinem Weg,
wenn die Ratlosigkeit mich fesselt,
wenn ich fremdes Land betrete,
wenn ich neue Schritte wage auf meiner Reise nach innen.
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs
zu mir selbst,
zu den Menschen, zu dir.
(Aurelia Spendel)

Diakon Andreas Thalhofer

03.02.2019 / 6

„Wird heute im Gottesdienst wieder geblaselt?“ Solche und ähnliche Fragen sind in diesen Tagen wieder verstärkt in nahezu allen Pfarreien in unserem Land, und genau gesehen, weltweit zu vernehmen. Begeht die Katholische Kirche doch am 3. Februar den Gedenktag des Heiligen Bischofs Blasius von Sebaste. Dieser hat als Arzt und Bischof treu und mutig seinen Glauben bis zum Schluss bekannt und dafür das Martyrium erlitten. Neben vielen Erzählungen rund um seine Person wird unter anderen berichtet, dass er während einer Gefangenschaft einen Jungen geheilt hat, der sich zusammen mit ihm im Gefängnis befand und der sich an einer Fischgräte verschluckt hat und daran zu ersticken drohte.

Aufgrund jenes Umstands gilt er vor allem als Schutzpatron bei sämtlichen Beschwerden des Halses und der Atemwege. Deshalb wird in den Gottesdiensten rund um seinen Gedenktag der sog. Blasiussegen gespendet, welcher sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit erfreuen kann. Dabei werden den Gläubigen zwei gekreuzte Kerzen vor den Hals bzw. Brustkorb gehalten und dann die entsprechende Segensformel gesprochen. Da gerade in dieser Zeit sehr viele Menschen von gesundheitlichen Problemen den Hals,- und Rachenbereich betreffend, heimgesucht werden, erhoffen sich die Betroffenen durch diese Fürsprache Heilung und Linderung ihrer Beschwerden.

Nun können wir aber gerade auch in den heutigen Tagen verstärkt beobachten, dass wir mit Dingen und Sachverhalten konfrontiert werden, welche uns sprichwörtlich im Hals stecken bleiben. Aussagen wie „das schwillt mir ja vor Ärger der Hals!“ oder auch „da bleibt mir ja fast die Luft weg!“ sollen im übertragenen Sinne zum Ausdruck bringen, dass uns manchmal nicht nur eine organisch bedingte Krankheit das Atmen schwer machen kann. Und wenn man einen Blick auf das aktuelle Tagesgeschehen wirft, welches sich in unserer Welt abspielt und zuträgt, dann muss man in der Tat erstmal ganz tief durchatmen um all die, teilweise haarsträubenden, Geschehnisse zu verkraften. Ich denke, auch hier kann die Fürsprache des Heiligen Bischofs Blasius eine Hilfe und eine Unterstützung sein.

Deshalb sollten wir, wenn wir uns aufmachen, um den Blasiussegen zu empfangen, auch an diese Sachverhalte denken und sie demutsvoll, aber auch in aller Offenheit vor Gott bringen. Auf das er uns auf die Fürsprache des Heilige Blasius vor den „Frischgräten“ unserer Zeit befreien möge, damit wir auch im übertragenen Sinne wieder tief und frei durchatmen können.

Kaplan Bernd Udo Rochna

09.06., 16.06.2019 / 24, 25

Wenn es eine Sache gibt, die mich von Kindheit an bis heute fasziniert, dann ist es Feuer. Im Zeltlager war es einfach das Größte ein Lagerfeuer zu machen, über dem auch alle Mahlzeiten gekocht wurden, an das man bei der Nachtwache immer wieder zurückkehrte um sich zu wärmen und an dem man viele schöne Stunden bei Gesprächen, Liedern und Gitarrenmusik erlebte.

Feuer ist faszinierend und es hat eine ungeheure Kraft.
Es ist nützlich, spendet Wärme und Licht.
Ebenso kann es zerstören, verbrennen, verletzen, ja sogar töten.

Einerseits liebe ich Feuer, andererseits habe ich Respekt vor seiner Macht. Und deshalb liebe ich Pfingsten, das „christliche Feuerfest“. Nachdem Christus zu seinem Vater in den Himmel zurückgekehrt war, sandte er seinen Freundinnen und Freunden den Heiligen Geist. In der Gestalt von Flammen kam er vom Himmel herab. Feuerzungen, die loderten aber nichts zerstörten; Feuerzungen, die sich auf den Jüngern niederließen, sie aber nicht verletzten; Feuerzungen, die von den Menschen Besitz ergriffen, sie aber nicht verbrannten. Gottes Geist legte sich auf die Menschen und entzündete sie. So entflammt brechen sie aus ihrer Hoffnungslosigkeit und Zurückgezogenheit aus, weil der Geist Gottes sie verwandelt hat. Weil sie begeistert sind.

Das Pfingstwunder – in unserer technisierten und aufgeklärten Gesellschaft tun sich Viele schwer mit Wundern. Aber die Menschen damals erkannten in den Feuererscheinungen die Nähe Gottes.

Und Pfingsten ereignet sich auch heute noch – wenn Menschen wieder Hoffnung schöpfen, wenn sie aus ihren Schneckenhäusern herauskommen; wenn sie aufeinander zugehen und das Leben feiern. Überall dort ereignet sich Pfingsten, egal ob mit oder ohne Feuerzungen.

Ihr Diakon Andreas Thalhofer

07.04.2019 / 15

Heute Nacht,
aber es war wohl morgens, wenn die Träume kommen,
dann kam auch einer zu mir,
Was darin geschah, weiß ich nicht mehr,
aber es wurde etwas gesagt, ob zu mir,
oder von mir selbst,
auch das weiß ich nicht mehr.

Es wurde also gesagt, wenn der Mensch geboren wird,
wird ihm ein Wort mitgegeben,
und es war wichtig, was gemeint war:
nicht nur eine Veranlagung, sondern ein Wort.
Das wird hineingesprochen, in sein Wesen,
und es ist wie ein Passwort zu allem, was dann geschieht.
Es ist Kraft und Schwäche zugleich.
Es ist Auftrag und Verheißung.
Es ist Schutz und Gefährdung.

Alles, was dann im Gang des Jahres geschieht,
ist Auswirkung dieses Wortes,
ist Erläuterung und Erfüllung.
Und es kommt alles darauf an, dass der
Dem es zugesprochen wird
– jeder Mensch, denn jedem wird eins zugesprochen –,
es versteht und mit ihm ins Einvernehmen kommt.

Und vielleicht wird dieses Wort
Die Unterlage sein zu dem,
was der Richter einmal zu ihm sprechen wird.

Romano Guardini

08.09.2019 / 37

Das Verschwinden der Mittelschicht – auch innerhalb der Kirche?

Immer wieder können wir es den Medien entnehmen, dass gerade hier bei uns in Deutschland aber auch in anderen westlichen Industrienationen allmählich die sog. „Mittelschicht“ langsam aber sicher zu verschwinden drohe. Solchen Aussagen nach gibt es demnach bald keine gesellschaftliche Schicht mehr, welche über ein mittleres Einkommen verfüge und welche über Jahrzehntelang diese und andere, überwiegend westlich geprägte Gesellschaften zentral geprägt haben. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder betont, wie deutlich die Schere zwischen Arm und Reich auseinanderginge. Und gewisse Anzeichen dafür sind zweifelsohne auch bei uns ganz deutlich zu beobachten. In vielen Städten wird beispielsweise bereits über eine zulässige Höchstgrenze für Wohnungsmieten nachgedacht, um den immer höher steigenden Mietkosten entgegenwirken zu können. Man hört häufig von Familien mit Kindern, welche keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden, obwohl oft hier beide Elternteile einer erwerbstätigen Arbeit nachgehen. Gleichzeitig nimmt aber auch jener Personenkreis zu, welcher über sehr hohe Einkommen verfügt. Dass derartige Entwicklungen eine Gesellschaft wirklich auseinanderbrechen lassen können, wird niemand ernsthaft in Frage stellen, da doch vor allem der soziale Friede und die soziale Gerechtigkeit diesbezüglich als starke und beständige „Bindemittel“ wirken können. Ohne diese gesellschaftlichen Zustände des Gleichgewichts werden sich die extremen Positionen eher feindselig und abweisend gegenüberstehen, als sich gegenseitig solidarisch und verständig zu zeigen. In Folge dessen sind dann meist Sätze zu hören wie „Das sind die Anderen, zu denen wir nicht gehören…“ oder auch drastischer „Schuld sind die…, dass es uns so schlecht geht…“. Mich persönlich ängstigt zudem, dass nach meinem persönlichen Empfinden in der Kirche zur Zeit ähnliche Prozesse zu beobachten sind. Auch hier scheint die „Mittelschicht“ langsam aber sicher zu verschwinden. In diesem Zusammenhang bedeutet dies, dass immer mehr Gläubige sich eher extremen Positionen in Bezug auf Fragen des persönlichen Glaubens anschließen, anstatt sich als eine Gesamtkirche zu verstehen. Diese unterschiedlichen „Parteien“ zeichnen sich dann meist auch dadurch aus, dass sie den eigenen Weg als den einzig Gültigen und Seligmachenden erachten und andere Haltungen kategorisch ablehnen und leider diesen auch oft jegliche Existenzberechtigung absprechen. Dies führt dann ebenfalls dazu, dass auch die Kirche sich immer mehr auseinanderentwickelt und so auch von außen nicht mehr als eine zusammengehörende Einheit wahrgenommen wird. Aber gerade ein geschlossenes Auftreten nach außen und damit ein gemeinschaftliches Hineinwirken in unsere soziale Gesellschaft wäre doch gerade in diesen Tagen von so großer Wichtigkeit. Aus diesem Grund versuche ich persönlich stets nach meinem Primizspruch zu verfahren, welcher aus dem neunten Kapitel des Markusevangelium stammt und da lautet: „Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“ Damit möchte meiner Interpretation nach Jesus seinen Jüngern bewusst machen, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, Gott zu loben und den Glauben zu leben. Diese Vielfalt macht doch unseren christlichen Glauben so lebendig und vielseitig. Und viele verschiedene Wege, welche parallel nebeneinander in die gleiche Richtung führen, bilden eine breite und damit sehr stabile Gesamtstraße, welche von außen auch als eine solche wahrgenommen wird. Wenn es dagegen nur einen einzigen Weg gäbe, würde es doch bald sehr eng werden…

Kaplan Bernd Udo Rochna

22.09.2019 / 39

Angesichts des Hochmuts, mit dem Staatschefs wie Donald Trump oder Boris Johnson ihre Interessen verfolgen oder auch ein Joachim Löw auf Kritik reagiert, wird derzeit in den Medien vielfach der Ruf nach mehr Demut laut.
So hat plötzlich ein alter Begriff Hochkonjunktur. Gab doch bereits der Apostel Petrus den Rat: „Begegnet einander in Demut! Denn Gott tritt Stolzen entgegen, Demütigen aber schenkt er seine Gnade.“ (1 Petr 5,5)

Lange Zeit schien Demut in unserer modernen und aufgeklärten Welt überflüssig und aus der Mode gekommen. Demut wurde als Unterwürfigkeit, Unterordnung und Kriecherei missverstanden und wirkt bis heute in machen Köpfen nach. Diese Missdeutung hat jedoch nichts mit dem Demutsbegriff zu tun, von dem Petrus schreibt oder den auch Jesus im Sinn hat, wenn er über sich selbst sagt: „Ich bin gütig und von Herzen demütig.“ (Mt 11,29)

Der Psychologe und Theologe Siegfried Rudolf Dunde definiert Demut als „eine Gesinnung, bei der sich der Mensch als Mensch erkenne“. Demnach ist Demut etwas für Mutige, denn es erfordert Mut die eigenen Grenzen zu erkennen und anzuerkennen. Demütig sein bedeutet nicht sich klein zu machen, sondern ganz im Gegenteil setzt es innere Freiheit und Größe voraus.

Sich als Mensch mit all seiner Begrenztheit anzunehmen klingt einfacher als es ist. Demut will geübt sein. Im Laufe unseres Lebens erhalten wir dazu zahlreiche Gelegenheiten, z.B. beim Erleben des Wunders der Geburt und der Tragik des Todes, in der Erfahrung von Naturgewalten, beim Ertragen von Krankheiten, in Momenten des Scheiterns oder des Staunens, …

Demütig zu sein erniedrigt den Menschen nicht, sondern hebt ihn über sich hinaus.

Diakon Andreas Thalhofer

30.06.2019 / 27

Der höchste Kirchturm der Welt steht natürlich in Ulm. Und auch für die Neu-Ulmer gehört er zum „Stadtbild“. Von Kindertagen an schauen wir auf den höchsten Kirchturm der Welt – 161,53 Meter.
Seit über 100 Jahren entsteht in Barcelona ein gewaltiges Bauwerk, die Kirche, die der Heiligen Familie geweiht ist. Ihre Vollendung besteht in der Fertigstellung ihres letzten von 18 Kirchtürmen, und der wird dann der höchste Kirchturm der Welt sein – 172,50 Meter. Dieser Turm wird Christus geweiht sein und alle anderen überragen.

Wenn Sie auf den höchsten Kirchturm der Welt schauen, egal ob er hier oder dann in Barcelona steht, woran denken Sie? Was Menschen fertig bringen, also Bewunderung und Stauen? Würden Sie, wenn nicht schon geschehen, hinaufsteigen wollen?

Der künftige höchste Kirchturm wird – bewusst vom Architekten so gewählt – nicht höher sein als die umliegenden Berge; das Werk des Menschen soll nicht höher werden als das Werk Gottes! Die anderen 17 Türme sind den Apostel, Evangelisten und Maria geweiht; sie alle schauen auf Jesus. Sie waren keine Katholiken, Evangelischen, Freikirchler, … Ich meine, sie wussten noch nicht mal, dass sie Christen sind. Sie fühlten sich angezogen von ihm. Und was/wer mich anzieht, setzt mich doch in Beziehung?!
Für mich ist jeder Kirchturm egal ob groß oder klein ein Fingerzeig Gottes. Und Gott zeigt sich in Jesus! Und wenn ich einen Kirchturm sehe, erinnert er mich an seine und meine Beziehung zu Jesus. Einen echt interessanten Gedanken habe ich neulich in einem Vortrag gehört (von einem Priester): Christen sind die großen Feinde der Kirche und des Jesus v. Nazareth. Und sie sind es dann, wenn sie beten (Vater unser, Litaneien, Rosenkränze etc.), damit sie nichts fürs/aus Evangelium tun müssen, also Jesus nicht tun und nicht in Beziehung leben.
Stellen sie sich vor, wir sind wie Kirchtürme von klein bis groß; und egal ob klein oder groß, wir sind Fingerzeige Gottes, Ausdruck unserer Beziehung zu IHM!? Da können wir eigentlich nie groß genug werden!

Seien Sie gesegnet

Ihr Pfarrer Markus Mattes

04.11.2018 / 45

Das Fest Allerheiligen und der Gedenktag Allerseelen lenken unseren Blick auf die Heiligen, die unsere Fürsprecher bei Gott sind und ein gutes Wort für uns einlegen, wenn wir sie in unseren Anliegen bitten. Sie sind unsere himmlischen Freundinnen und Freunde, deren Hilfe wir uns sicher sein können. Jeder hat einen Heiligen als Namenspatron, zu dem wir eine persönliche Beziehung aufbauen können. Unser Diözesanbischof Konrad Zdarsa sagte bei diesjährigem Ulrichsfest: „Die Heiligen… lenken unseren Blick auf den Himmel und zugleich darauf, was das für unseren  irdischen Alltag und unseren konkreten Umgang miteinander bedeutet“. „Heilige sind Menschen, durch die das Licht Gottes scheint.“ So sagt es ein Sprichwort. Durch ihr Leben haben die Heiligen ein ausdrucksstarkes Zeugnis gegeben von Gottes Liebe zu allen Menschen.

Papst Franziskus hat während einer seiner Audienzen ebenso ein paar Gedanken dazu geäußert: „In jedem Moment unseres Lebens stehe uns nicht nur Gottes Hand bei, wir erfahren auch die diskrete Gegenwart und die Hilfe der Heiligen. Wir hätten „eine Wolke von Zeugen“ um uns, wie der heilige Paulus im Hebräerbrief sagt. Ihre Anwesenheit schenke uns die Zuversicht, dass ein christliches Leben nicht ein unerreichbares Ideal sei. Daher „erbitten wir die Fürsprache der Heiligen“.

Die Heiligkeit sei das große Geschenk, das wir unseren Mitmenschen erweisen können. Der Herr gebe uns die Gnade, so fest an ihn zu glauben, dass wir für die Welt zu Abbildern Christi werden: zu Menschen, die keine Macht und Herrschaft ausübten, sondern nach Nächstenliebe und Brüderlichkeit strebten und auch die Last und die Mühen der Bedürftigen und Leidgeprüften mittragen: ohne solche Männer und Frauen „gäbe es in der Welt keine Hoffnung“.

Ihre Gemeindereferentin Brigitte Weiss